Blau

Für unser Konzert haben wir die Farbe Blau als verbindendes Element gewählt.

In der christlichen Symbolik ist Blau die Farbe der Jungfrau Maria und steht für Reinheit und Schutz.  

Der Anblick von blauem Himmel vermittelt ein Gefühl von Weite und Freiheit. Blau steht hier aber auch für Sehnsucht, genauso wie der Anblick des Meeres. Das Meer, das für Flüchtlinge Hoffnung bedeutet.
Eine Sehnsucht auf ein lebenswertes Leben, wenn man zueinander spricht: „Egal wohin, Baby“.

Das Plakat von Joachim Heitel greift diese Gedanken auf. Ein changierendes Blau in Musterform lässt die Assoziation zu Himmelswolken genauso zu wie zu den Wellen des Meeres.

Annerose Hassert lässt nun den Bühnenraum, hier den Altarraum, in blauem Licht schimmern. Es umgibt den Chor und symbolisiert Schutz und Geborgenheit.

Bei den Musikbeiträgen, die aber Umstellungen der Stimmgruppierungen bei den mehrchörigen Stücken („Ave Maria“ und „Ich lasse dich nicht“) erfordern, lässt sie die Sängerinnen und Sänger sich frei im Raum bewegen. Wohin?
Auf alle Fälle müssen sie sich neue Orte suchen, Plätze in neuer Nachbarschaft.

Dabei verschwindet das Blau des Himmels, es verliert seine ursprüngliche Funktion als Schutzschild. Blau zeigt sich nun in den Meereswellen, die den Weg bedrohen und Stürme und Gefahr heraufbeschwören.

Erst danach, wenn eine neue Gemeinschaft, hier der Singenden, erreicht ist, kann das Blau des Himmels zurückkehren.

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 „Egal wohin, Baby“ 
 Die Überschrift unseres Programms entlehne vom Mikroroman gleichen Titels von Christoph  Ransmayr, enthalten in seinem 2024 erschienen Buch „Egal wohin, Baby“, S. Fischer